Mit ganz neuen Augen sehen Gebundene Ausgabe – 1991

Können uns geschriebene Worte dazu veranlassen, einmal still innezuhalten inmitten unseres gewohnten Denk- und Reaktionsstromes und hineinzuschauen und hineinzulauschen in diesen Strom, der sich jeden Moment in uns offenbart? Kann man ein Buch auf diese Weise lesen? Kann in unserem Alltagsleben ein neues Gewahrsein erwachen, das Licht wirft auf all das, was uns Menschen von Moment zu Moment so unbemerkt und ungeheuerlich bewegt, erregt und zu ständigem automatischem Reagieren zwingt? Es fällt uns schwer, uns in furchtloser Ehrlichkeit zu betrachten, völlig unbeeinflußt von all den gewohnten Idealbildern und Ideen, die wir von uns selbst haben - Idealvorstellungen davon, was wir sind, was wir sein sollten oder auf keinen Fall sein dürfen. Wir haben es viel bequemer, wenn wir uns an die scheinbare Sicherheit unserer automatischen Denk- und Reaktionsweisen klammern und uns blind darin vergraben. Konflikt und Leid jedoch dauern auf diese Weise weiter an. Nur im klaren, unmittelbar direkten Ein-Sehen kann sich der menschliche Bewußtseinsprozeß von seinen uralten und neuen Programmierungen befreien. In der Freiheit tiefen Ein-Sehens und Begreifens enden Konflikt und Leid, und es erwachen Mitgefühl, Liebe und Güte.

Jetzt! Die Kraft der Gegenwart

Der Leitfaden zum JETZT!
Es gibt nur diesen Moment. Und darin liegt unsere Kraft. Denn das Jetzt ist der Eingang zu unserer tiefsten inneren Glückseligkeit, zu ewigem Sein, zu dem Frieden, den wir unser Leben lang ersehnen, verfolgen, jagen, verpassen. Hier ist er. 
Dieses Buch, bestechend in seiner Einfachheit und Poesie, ist ein Augen- und Herzöffner für jeden, vom Anfänger in spirituellen Dingen bis zum alten Hasen . Alle Hintertürchen werden sanft geschlossen, bis wir vor dem Jetzt stehen. "Hier ist ein Tor": sagt der Autor, "nutze es"! Kein Wunder, dass Eckhart Tolle so begehrt ist die größten, tiefsten Wahrheiten klingen bei ihm so einleuchtend, schlicht und klar, dass man plötzlich alles versteht, ja, nicht nur versteht, sondern erlebt.

Die Wahrheit ist ein pfadloses Land

In seiner Erklärung von 1929 fasste Krishnamurti den Kern seiner Lehre in den Satz: „Die Wahrheit ist ein pfadloses Land.“ Der Mensch kann weder durch irgendeine Organisation noch durch irgendeinen Glauben, irgendein Dogma, weder durch Priester oder Rituale noch durch philosophisches Wissen oder eine psychologische Methode zur Wahrheit gelangen. Er muss sie durch den Spiegel seiner Beziehungen entdecken, durch das Verstehen der Inhalte seines eigenen Geistes, durch Beobachtung und nicht durch intellektuelle Analyse oder ein Zergliedern seines Innenlebens. Der Mensch hat sich zu seiner Sicherheit einen Schutzwall aus religiösen, politischen und persönlichen Bildern errichtet. Diese manifestieren sich als Symbole, Ideen und Glaubensinhalte. Die Last dieser Bilder beherrscht das Denken, die Beziehungen und das tägliche Leben des Menschen. Sie sind die Ursachen unserer Probleme, denn sie trennen den Menschen vom Menschen.